Vier-Sterne-Dressurturnier „Neustädter Pferdesommer“ auf dem Haupt- und Landgestüt Neustadt (Dosse)

von Pferdesport Deutschland / fn-press

Deutschland hat ein neues Dressurturnier auf Vier-Sterne-Niveau: Nach der Premiere im vergangenen Jahr als CDI3* glänzt der „Neustädter Pferdesommer“ auf dem Gelände des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts in Neustadt (Dosse) am vergangenen Wochenende – vom 30. Juli bis 2. August 2026 – mit einem vierten Stern. Moritz Treffinger (PSV Reitakademie Werder) gewann mit Morricone die Kür, die US-Amerikanerin Quinn Iverson setzte sich mit Gremlin im Grand Prix Special an die Spitze und Adienne Lyle, ebenfalls aus den USA, siegte mit dem Wallach Helix im Grand Prix.

Das Programm stimmt, der „Neustädter Pferdesommer“ bietet den Dressurreiter*innen die ganze Bandbreite: angefangen bei nationalen Wettbewerben, über Prüfungen für junge Pferde, Junior*innen und Junge Reiter*innen, eine Kleine Tour mit St. Georg und Intermediaire I bis zu Grand Prix, Grand Prix Special und Grand Prix Kür. Starke Konkurrenz bekamen die deutschen Aktiven von den US-amerikanischen Paaren. Im Grand Prix erzielte die 41-jährige Adrienne Lyle aus Florida das beste Ergebnis (71,391 Prozent). Sie saß im Sattel des niederländischen Wallachs Helix von Apache und verwies Moritz Treffinger auf den zweiten Platz. Der 23-jährige Bereiter des Gestüts Bonhomme bei Berlin, Europameister des vergangenen Jahres mit Cadeau Noir, saß diesmal im Sattel von Morricone (70,304 Prozent). Den Oldenburger Millennium-Sohn stellt er erst seit wenigen Monaten auf internationalen Turnieren vor.

In der Grand Prix Kür zeigten Moritz Treffinger und Morricone, dass sie siegen können. Die harmonische und ausdrucksstarke Prüfung wurde von den Richter*innen mit 75,265 Prozent bewertet, ein deutlicher Vorsprung vor der zweitplatzierten Jennifer Buda, die mit der Hannoveranerin Daily Fun von Destano auf 73,565 Prozent kam. Auf Platz drei behaupteten sich die Vorjahressiegerin des CDI3*-Special, Dominique Filion aus den Niederlanden, und der im Rheinland gezogene Boston-Sohn The Boss (73,125).

Den Abschluss des Grand Prix-Programms bildete der Grand Prix Special. Auch bei der Siegerehrung dieser Prüfung wurde die US-amerikanische Hymne gespielt, diesmal für die 28-jährige Quinn Iverson. Die hierzulande unbekannte Reiterin stellte ebenfalls einen Oldenburger vor: Ihr Wallach Gremlin von Grey Flanell erhielt 70,45 Prozent. Adrienne Lyle musste mit Platz zwei vorliebnehmen (70,383 Prozent), auf Rang drei schloss sich Dominique Filion mit ihrem Zweitpferd Diva Corieta Texel an (68,702 Prozent). Bester deutscher Teilnehmer im Special war der in Dänemark lebende Maik Kohlschmidt mit der dänischen Stute Pasadena von Tailormade Lancelot (68,128).

Wie die veranstaltende Agentur En Garde Marketing mitteilte, wird der Turnierort Neustadt (Dosse) im vergangenen Jahr noch aufgewertet, denn der Weltreiterverband FEI hat das Gelände des Haupt- und Landgestüts für die Europameisterschaften der Jungen Reiter*innen ausgewählt.

Pferdesport Deutschland / hen

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