Pferd und Gesellschaft

Der pädagogische Wert des Pferdes

Das Pferd, so schrieb der Schriftsteller Clemens Laar einmal, sei der beste Erzieher des Menschen. Es bilde zur Wahrhaftigkeit aus. Ganz so hoch muss man es nicht hängen, aber eine Studie der Deutschen Reiterlichen Vereinigung belegt, dass Reiten den Charakter prägt und reitende Kinder in hohem Maß von ihrem Hobby profitieren. Mit der Liebe zum Pferd entwickeln sie Verantwortungsgefühl, Zuverlässigkeit und Disziplin. Der Vierbeiner lehrt Empathie und Einfühlungsvermögen. Reiten bringt Kinder in Bewegung und fördert Balance und Feinmotorik. Gleichzeitig verbindet es uns mit der Natur.

Neben seinem hohen Bildungswert hat das Pferd auch einen großen wirtschaftlichen Wert. Mindestens 1,6 Millionen Deutsche schwingen sich regelmäßig auf eines der etwa 1,2 Millionen Pferde, die in Deutschland leben. Mehr als 300.000 Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt direkt oder indirekt durch Pferd und Pferdesport. Der Gesamtumsatz in dieser Branche liegt – vorsichtig geschätzt - weit über 5 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Pferdebranche als Jobmotor für die Hauptstadtregion

Geschätzt 48.000 Pferde, 24.000 Pferdebesitzer und 32.000 Reitsportler gibt es in Berlin-Brandenburg. Das macht die Region zu einem Zentrum der Pferdebranche. Allein der Landesverband Pferdesport Berlin-Brandenburg (LPBB) zählt 16.000 Pferdesportler in 460 Pferdesportvereinen und 190 Pferdebetrieben. Das Reitgeschäft ist für die Wirtschaft ein starker Impulsgeber. Die Branche sichert laut LPBB in Berlin-Brandenburg rund 13.000 Arbeitsplätze und erzielt einen jährlichen Umsatz von 250 Millionen Euro.

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